Äpfel mit Tradition - im BOOMGARDEN

"Insgesamt erwarten wir eine große bis sehr große Ernte mit gut ausgefärbten Früchten. Die Wärme, die wir Ende August hatten, wird die Äpfel noch süßer und aromatischer machen",

schreibt Apfel-Fachmann (Pomologe) Eckart Brandt in seinem jüngsten Brief an die "Boomgarden-Gemeinde", deren Mitglieder von Jahr zu Jahr mehr werden. Kein Wunder, denn Brandt hegt und pflegt bereits seit den achtziger Jahren alte Apfelsorten, die wir ohne ihn nicht kennen würden. Seit etlichen Jahren ist auch seine Frau Judith Bernhard im Thema, und zusammen bündeln sie ihr Wissen, um Apfel-Liebhaber mit geschmackvollen, natürlichen Äpfeln, aber auch mit anderen Obstsorten zu verwöhnen. Wie machen sie das?    

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Auf einem Bauernhof in der Nähe von Sittensen wurde Eckart Brandt groß, zum Studium zog es ihn in die Millionenstadt Hamburg. Eine akademische Laufbahn war nichts für ihn - er wollte zurück aufs Land, in die Nähe von Stade.

Mit Honig wollte Brandt sein Geld zum Leben verdienen, doch seine 60 Bienenvölker starben durch den größten Feind der Bienen, durch die Varroa-Milbe. Was nun? Äpfel!
Macht das Sinn, wenn die Bauern um ihn herum alte Apfelbäume fällen, um damit Platz zu schaffen für große Plantagen, auf denen etwas anderes angebaut wird oder wieder Apfelbäume, aber nur solche mit niedrigen Stämmen, damit große Mengen Äpfel mit Maschinen geerntet werden können?

Eckart Brandt sagt: „Das macht Sinn“, kauft einen Resthof und pachtet Wiesen, um darauf alte Apfelsorten anzupflanzen, vornehmlich jene, die er aus seiner Kindheit kannte, beispielsweise die „Finkenwerder Herbstprinzen“. Er weiß bereits zu jener Zeit, dass die Äpfel seiner Kindheit und Jugend nicht so anfällig sind wie die auf Masse getrimmten Mainstream-Sorten, die in den Supermärkten angeboten werden. „Und es muss auch ohne Spritzmittel gute Ernten geben.“

„Ich bekomme vielleicht an die 30 Sorten zusammen“, dachte Brandt anfangs, „und habe überall bei sich jeder bietenden Gelegenheit von meinem Vorhaben erzählt. Daraufhin bekam ich von Leuten aus der Region den einen oder anderen Baum.“

Drei Jahrzehnte später: Eckart Brandt ist Pomologe, hat mehrere Bücher geschrieben, ist bei vielen Medien als Apfel-Experte gefragt, und mit seiner Frau Judith Bernhard (Dipl. Ing. der Biotechnologie) auch sonst erfolgreich. Sie hegen und pflegen mehrere Wiesen mit aromatischen, ungespritzten Äpfeln. Einige Sorten haben originelle Namen: Biesterfeld Renette, Seestermüher Zitronenapfel, (Hadelner) Rotfranch, Gravensteiner, Belumer Falscher Gravensteiner, Holsteiner Cox, Ribston Pepping, Knebusch, Cox Orange, Goldparmäne & Co. Finkenwerder Herbstprinz,  und die Wintersorten Boskoop, Altländer Pfannkuchen, Ontario u.a.

Jahr für Jahr verkaufen die beiden ihre meist gute Ernte auf dem Wochenmarkt oder sie bringen die Äpfel nach der „online-Bestellung“ zu den Kunden bringen oder schicken sie per Kurier.

 

 

"Herzlich willkommen!" Eckard Brandt begrüßt die Gäste zur Führung.Die Bäume tragen gut in diesem Jahr.Einige sind schon geerntet - selbstverständlich mit der Hand.Eckart Brandt hat immer ein scharfes Messer dabei, damit mehrere Gäste von einem Apfel probieren können.Weiter geht´s zur nächsten Besonderheit."Das ist nicht so gut geworden in diesem Jahr" meint der Pomologe.Sehen aus wie Zitronen: Die Sorte heißt deshalb auch Seestermüher Zitronenapfel.Alle Bäume haben bis zu sechs Meter hohe Stämme. Nichts für die "schnelle Ernte".Rot muss er sein - so ein Bild vom Apfel wird uns ständig vermittelt. Deshalb, so Eckart Brandt, züchten viele die Äpfel ins Dunkelrote. Wir lassen sie so.Zu jeder Führung wird der Stand aufgebaut. Man kann Bücher kaufen, Saft oder andere Kleinigkeiten zum Thema Apfel.Apfel flüssig - ebenso lecker.Das ist er nochmal - der Seestermüher Zitronenapfel.Kein Holstein Cox oder Elstar, sondern Biesterfeld Renette.Unkaputtbar: Trecker von Eckart Brandt. Wird mit ihm alt.
Boomgarden - Führungen mit Eckard Brandt
Eckart Brandt hat Bücher geschrieben, Interviews gegeben. Und er ist auch gerne mit Gästen unterwegs zu seinen alten Apfelsorten. 
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Neu in 2017: Boomgarden Park in Helmste
Auf einer vier Hektar großen Wiese sind 700 Obstbäume geplanzt worden, die meisten davon sind alte Apfelsorten. 
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