Gut Vehr: Tourismus, Landwirtschaft und Energiegewinnung

1986 übernahm Hans-Wilhelm Welker das „Gut Vehr“ (Quakenbrück) von seinen Vorfahren. Er hat diesen großen landwirtschaftlichen Betrieb mit Augenmaß umgebaut: von der Saatgetreideproduktion auf 170 Hektar Fläche zu einem Unternehmen, das auf drei Beinen steht: Waldwirtschaft, Ackerbau und Tourismus/kulturelle Veranstaltungen.

Im Ensemble der Gebäude arbeitet still, unauffällig, aber höchst effizient das zentrale Heizwerk des Gutshofes. Dafür verwertet Hans-Wilhelm Welker Holz aus seinen eigenen Wäldern und aus der Pflege der großen Hecken in der Nachbarschaft.

Es handelt sich dabei um die zweite Wahl, also um das Holz, was nicht mehr als Bauholz verkauft werden kann. Sechs bis acht Monate lagert es an der frischen Luft, dann kommt ein Spezialfahrzeug mit Schredder und verarbeitet das Material zu so genannten Holzhackschnitzeln. Als Lager für den natürlichen Brennstoff dient die früherer Misthalle.

Mit den Holzhackschnitzeln wird das zentrale Heizwerk gefüttert, von dort aus führt eine Nahwärmeleitung in alle Gebäude des Gutes. Eien Abhängigkeit von Öl oder gas ist damit nicht gegeben.

Zusammen mit anderen fortschrittlichen Betrieben in der Region nimmt Familie Welker an dem Projekt „Land mit Energie“ teil. Insgesamt sind im Oldenburger Münsterland 185 Holzhackschnitzelheizungen in Betrieb, 790 Pelletfeuerungen und 61.000 Scheitholzfeuerstätten.

Die Wärme für alle Gebäude des Gutshofes wird durch eine Hackschnitzel-Heizung erzeugtDas Gut Vehr in den 1930er JahrenBlick vom großen Innenhof auf das Cafe (zwei Etagen) und die KonzertscheuneAuch die Wärme in der großen Konzertscheune stammt vom eigenen Holz