Bronzezeithaus

So etwa sah ein Wohn- und Stallhaus an der Nordseeküste vor 3.000 Jahren aus. Im Grunde ist es ein Vorläufer des Niedersächsischen Bauernhauses. Mehrere Grabungen ergaben, dass um 900 vor Christus, in der jüngeren Bronzezeit, an dieser Stelle in der Wesermarsch, zwischen Rodenkirchen und Stadland, mehrere Häuser standen.


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1971 wurden beim Ausbaggern eines Sieltiefs Holzpfosten freigelegt. Von 1996 bis 2001 gruben Archäologen des Niedersächsischen Instituts für historische Küstenforschung (NIhK) an dieser Stelle weiter.
Institutsleiter Professor Dr. Haio Zimmermann und der Grabungsleiter, Dr. Erwin Strahl, präsentierten schließlich die Reste einer kompletten Hofstelle. Die Forscher waren sich sicher: Das ist die älteste Siedlung in der Marsch.
Die dabei ans Tageslicht geförderten Reste von Holz, Knochen, Pflanzen und Keramik wurden in verschiedenen Instituten analysiert und datiert. Die Ergebnisse machten die Rekonstruktion eines kompletten Hauses möglich und vermitteln eine Vorstellung von Leben und Umwelt in der jüngeren Bronzezeit, also vor 3.000 Jahren.

2005 wurde das Bronzezeithaus unter der Leitung des Fördervereins Bronzezeithaus Hahnenknoop e.V. gebaut und eingeweiht. Die Schirmherrschaft hatte seinerzeit der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Lutz Stratmann.
Seitdem haben viele Ehrenamtliche an Erweiterungen zum Bronzezeithaus gearbeitet und Details hergestellt. So sind Feuerstellen, Zäune und vieles mehr gebaut worden.

Das Bronzezeithaus hat sich aber auch zu einem Bildungszentrum entwickelt, von seinen hochwertigen Veranstaltungen schwärmen Kinder, Schüler und Erwachsene.

 

Das Bronzezeithaus in der Wesermarsch. Foto: Ute NordhausenSchüler der Realschule Rodenkirchen haben den Flechtzaun gebaut. Foto: Ilona GradicDr. Jean-Loup Ringot erklärt, wie man Feuersteine bearbeitet. Foto: Birgit den DulkBronzeguss: Mit dem Blasebalg kommt die Luft in den Ofen. Foto: Ilona GradicDie glühende Bronze wird in eine Form gegossen. Foto: Dr. Erwin StahlWebermeisterin Martina Ressel an einem Gewichtswebstuhl. Foto: Ilona GradicVorschulkinder des Kindergartens Löwenzahn aus Rodenkirchen kennen das Bronzezeithaus auch schon. Foto: Ilona GradicDie größeren Kinder basteln Beerenketten. Foto: Uwe StratmannHier ist Zinn in eine Form gegossen worden. Foto: Ilona GradicLecker Eintopf – gekocht von Vätern, ihren Kindern und Jugendpflegern der Gemeinde Loxstedt. Foto: Matthias HillmannIm Hintergrund ist der Boxenstall des Hauses zu sehen, im Vordergrund der Teil eines Zaunes, der das Haus umgab. Foto: D. Dallaserra (NIhK)Freigelegte Pfosten der Boxenwände des Stalls am östlichen Ende des Hauses. Die dicken Pfosten rechts und links des Mittelgangs trugen die Dachkonstruktion. Foto: D. Dallaserra (NIhK)Tongefäße. Die schlichte Keramik ist weitgehend ohne Verzierung. Die Tasse oben links ist etwa 11 cm hoch. Foto: R. Kiepe (NIhK)Getreidequetsche aus Granit. Länge ca. 53 cm. Foto: R. Kiepe (NIhK)Sichelklingen aus Feuerstein (Flint, Silex). Oben: Länge 14 cm; Unten: Multifunktionsgerät aus einer zerbrochenen Sichelklinge, Länge 9 cm; Foto: R. Kiepe (NIhK)Gießereireste. Rest eines Gusstiegels (oben links), einer Tonform (unten rechts) und Gusszapfen aus Bronze (oben rechts). Länge des Maßstabs 2 cm. Foto: R. Kiepe (NIhK)Rohbau im Sommer 2005. Foto: Dr. E. Strahl (NIhK)
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EINTRITTSPREISE

Erwachsene:2,00 Euro
Kinder bis 14:1,00 Euro

ÖFFNUNGZEITEN

Ostersonntag bis Ende Oktober
Sonn- und feiertags
von 11 bis 17 Uhr

WEITERE INFOS

Ausdrucken: Zahlen, Daten Fakten kurzgefasst (PDF)

Für Mobilitätseingeschränkte geeignet

URHEBER FOTOS

Siehe Bildunterschrift