Herbst- und Staudenmarkt im Bronzezeithaus

Am Sonntag, 16. September, wird der Förderverein einen Herbst- und Staudenmarkt auf dem Gelände des Bronzezeithauses hinter der Hahnenknooper Mühle zwischen Rodenkirchen und Schwei ausrichten.

  • Im Angebot sind Stauden, Sträucher, Nutzpflanzen; Vogelhäuser, herbstliche Gestecke, Schmuck und andere selbst gefertigte Deko-Artikel; selbst gekochte Marmelade, Säfte und Honig und vieles mehr.
  • Die Regionalgruppe Nordwest des Vereins zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt e.V.  (VEN) ist beim Herbst- und Staudenmarkt wieder dabei. Die Gartenfreunde bringen eine Vielzahl von Tomaten, Kartoffeln und Bohnen zum Anschauen mit. Auch werden Saatgut von verschiedenen Gemüsesorten und Blumen, sowie getopfte Kräuter und Blumen  mitgebracht. 1986 gründeten Enthusiasten und Besorgte den Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt. Der VEN agiert bundesweit, arbeitet ehrenamtlich und ist als gemeinnützig anerkannt. Er bildet ein Netz aus zahlreichen Menschen an zahlreichen Orten, die vom Verschwinden bedrohte Sorten in ihre gärtnerische Obhut nehmen, Saatgut vermehren, ihre eigenen Gemüsesorten genießen und Freude daran haben, diese in ihrer Qualität zu erhalten oder weiter zu entwickeln.
  • Der Weltladen der Kirchengemeinde Rodenkirchen wird seine fair gehandelten Produkte anbieten, wie z.B. Kaffee, Tee, Kakao und Schokolade, aber auch Keramik, Taschen, Tücher, u.a. Beim Fairen Handel geht es darum, Erzeugern existenzsichernde Preise und humane Arbeitsbedingungen unabhängig von den oft gnadenlosen Schwankungen auf dem Weltmarkt zu bieten. Ging es zunächst ausschließlich um Erzeugnisse aus dem armen Süden, geraten jetzt auch Produzenten aus der näheren Umgebung in den Blick – etwa Landwirte oder Behindertenwerkstätten.
    Der Weltladen der Kirchengemeinde Rodenkirchen arbeitet rein ehrenamtlich. Der gesamte Gewinn fließt an die Erzeuger zurück oder wird Entwicklungshilfeprojekten gespendet.
  • Weitere Aussteller werden das Nadelbinden und das Spinnen von Garn mit einer Astspindel vorführen.
  • Das Nadelbinden ist eine Technik zur Herstellung von Textilien mit Hilfe von Einzelfäden und einer Nadel. Der älteste Fund einer Nadelbindearbeit stammt aus der Jungsteinzeit. In Deutschland wurden nadelgebundene Textilien bis etwa 1550 noch in nennenswertem Umfang hergestellt, also noch etwa 300 Jahre nach der Verbreitung des Strickens. Allerdings verschwand das Nadelbinden danach fast völlig.
  • Die Astspindel ist eine der einfachsten Spindelarten zum Spinnen von Garn. Sie besteht nur aus einem passend geschnittenen Ästchen. Diese Spindel hat, im Gegensatz zu den meisten anderen Spindeln, keine Wirtel. Sie wird durch dauerndes Drehen oder Entlangrollen des Stabes auf einer Oberfläche, z.B. dem Oberschenkel, betrieben. Das entstehende Garn wird direkt auf den Stab aufgewickelt.
  • Martina Ressel, Webermeisterin aus Jade, wird an unserer Nachbildung eines bronzezeitlichen Webstuhles arbeiten und interessierten Besuchern die früheren Webtechniken erklären.
  • Nachbildungen von bronzezeitlichen Schwertern, Dolchen und Messern werden präsentiert.
  • Die Gästeführer/innen des Bronzezeithauses werden mit Besuchern Weidenkugeln basteln und Stofftaschen bedrucken. Sie werden wieder Brot im Kuppelbackofen backen und einen bronzezeitlichen Eintopf über der offenen Feuerstelle kochen.

 

Fotos: Evelin Ritter (2), Ute Nordhausen