Genussreisen in die Welt des Kaffees

Ein Leben ohne Kaffee können sich die meisten nicht vorstellen, aber seien wir ehrlich: Wie viele Kaffeetrinker wissen, wie gut Kaffee eigentlich schmecken kann? Die Genussreise in der Hannoverschen Kaffeemanufaktur öffnet allen Interessierten die Augen, vor allem aber die Sinne. Wer in die Welt des Kaffees eintaucht, wird belohnt.

 

 

Mehr lesen

Mehr lesen

Die Genussreise ist eine angenehme, unterhaltsame Mischung aus Theorie und Praxis, wobei der praktische Teil hauptsächlich aus dem Riechen und Schmecken von drei unterschiedlichen Kaffees besteht. Erstaunlich ist, dass auch „Ungeübte“ die Unterschiede deutlich schmecken.

Die Hannoversche Kaffeemanufaktur röstet die Kaffeebohnen 20 bis 26 Minuten bei max. 190 Grad Celsius

An die 1.100 Aromen birgt eine Kaffeebohne in sich. Es hängt von der Röstung ab, wieviel wir davon genießen können. Deshalb ist das Kapitel „Röstung“ auch ein Schwerpunkt der Genussreise. „Reiseführer“ Andreas erklärt: „Man braucht bestimmte Mindeströstzeiten, um die Gerbstoffe im Kaffee abzubauen, die oft Sodbrennen verursachen. Diese Gerbstoffe (Chlorogensäure) zerfallen erst nach etwa 18 Minuten. Auch die Aromen im Kaffee brauchen Zeit, um sich zu entwickeln. Die Temperatur ist ebenfalls entscheidend.

"Wir in der Hannoverschen Kaffeemanufaktur rösten, je nach Wetterlage und Rohkaffee, zwischen 20 und 26 Minuten bei maximal 190 Grad. Zum Vergleich: Die Industrie röstet den Kaffee ein bis drei Minuten bei 600 bis 800 Grad.“

 

  • Was passiert beim Rösten?

Das Wasser in den Kaffeebohnen verdampft, der Druck in den Bohnen wird höher, sie blähen sich enorm auf. Die äußeren Häutchen der Bohnen lösen sich, die Bohnen platzen auf. Das Geräusch wird  "First Crack" genannt.
Wenn der Kaffee so sorgfältig und mit Hingabe geröstet wird, verspricht das den ersehnten Genuss, vorausgesetzt, der Kaffee wird richtig zubereitet.

  • Auch beim Thema Zubereitung können wir ehrlich sein und eingestehen: „So ganz genau wissen wir das nicht, hat uns ja auch bisher keiner so richtig erzählt.“ Kaffee-Experte Andreas kennt die Gepflogenheiten und gibt Tipps, die das Kaffeetrinken vom Gewöhnlichen zu etwas Besonderem machen:
  • Kaffee darf nie „scharf“ schmecken oder „brandig“.
  • Ein guter Kaffee schmeckt lange nach.
  • Kaffee verträgt keine externen Wärmequellen (Stövchen, Platte).
  • Das Wasser darf nicht sprudeln, ideale Temperatur um die 91 Grad.
  • Wenn die Temperatur des Kaffees fällt, darf der Kaffee nicht an Aroma verlieren.
  • Beim Zubereiten mit einem Handfilter: Wasser nur bis zur Kaffeegrenze auffüllen, auf einen Liter 55 Gramm Kaffee nehmen, bei 2 Litern 80 Gramm.
  • Kaffeefilter mit heißem Wasser nass machen, am besten weiße Filter nehmen.
  • Entkoffeiniert = 2 Verfahren. Ein gesundes mit Wasserstoff und Wasserdampf. Ein ungesundes mit Dichlormethan. Fragen Sie beim Kauf nach
  • Entkoffeinierter Kaffee der Hannoverschen Kaffeemanufaktur: ausschließlich mit Wasserdampf und Wasserstoff
  • Bei „Espresso“ handelt sich um eine Form der Zubereitung. Ca. 25ml Wasser in ca. 25 Sekunden mit über 9 Bar Druck werden durch ca. 8 Gramm feines Kaffeemehl gepresst.
  • Einen Spitzenkaffee ohne Chlorogensüren und Acrylamiden hann man auch Abends gut trinken und trotzdem schlafen

Daraus wird deutlich: Wer nach der Genussreise in der Hannoverschen Kaffeemanufaktur Kaffee genießen und nicht nur trinken möchte, muss nur einige Gewohnheiten ändern. Das Schöne daran ist, dass der Erfolg schnell kommt.

Fast am Schluss bekommen die Gäste noch ein Schmankerl. Sie können den „First Crack“ beim Rösten hören. Dazu holt Genussreisen-Reiseführer Andreas die kleine Rösttrommel aus dem Regal. Sie ist 200 Jahre alt. Er füllt eine Handvoll Kaffeebohnen ein und dreht  die Trommel mit einer Handkurbel über einem kleinen offenen Feuer, nach ca. 9 Minuten ist das Knacken zu hören, der Duft verbreitet sich im Raum.

Schade, dass nach gut zwei Stunden die Reise zu Ende ist. Aber für die meisten hat sie jetzt erst begonnen. Und ihren Kaffee kaufen die Kenner nur noch in der Hannoverschen  Kaffeemanufaktur.

www.hannoversche-kaffeemanufaktur.de

Das Neue Rathaus in Hannover (Bauzeit 1901 bis 1913) ziert die Kaffee- und Espressotassen der hannoverschen Kaffeemanufaktur. Foto: Hannoversche KaffeemanufakturFrisch gemahlen - aromatische Düfte füllen den Raum. Foto: Hannoversche KaffeemanufakturEinladend und gemütlich: Der große Raum für Seminare rund um den Kaffee am Standort Burgdorf (Heeßel). Foto: Hannoversche KaffeemanufakturGleich neben dem Raum wird der Kaffee geröstet. Foto: Hannoversche KaffeemanufakturHier wird gerade ein köstlicher Espresso zubereitet. Foto: Hannoversche KaffeemanufakturMan kann auch kleine Portionen frisch aufbrühen. Foto: Hannoversche KaffeemanufakturEtliche Sorten Kaffee frisch geröstet und in schönem Ambiente präsentiert - am Standort Burgdorf (Heeßel). Foto: Hannoversche KaffeemanufakturBlick vom Tresen in den Raum hinein (Burgdorf, Heeßel). Foto: Hannoversche KaffeemanufakturIn Burgdorf (Heeßel) werden Tag für Tag größere Mengen Kaffee geröstet. Foto: Hannoversche KaffeemanufakturSo sehen die Kaffeebohnen vor dem Rösten aus.Zu sehen bei der Genussreise - eine 200 Jahre alte Rösttrommel, die immer noch funktioniert.

Röstereien und Kaffeebar

Große Rösterei in Burgdorf-Heeßel
Dorfstr. 17
31303 Burgdorf-Heeßel

Kleine Rösterei in Hannover-Limmer
Liepmannstr. 21
30453 Hannover

Kaffeebar
Galeria KAUFHOF in der Passerelle
Ernst-August-Platz 5
30159 Hannover

 

 

 

 

 

 

Der Kaffeegürtel

Der Kaffeegürtel
Kaffee gedeiht nur in einem ausgeglichenen Klima, gut sind Temperaturen zwischen 18 und 25 Grad. Pralle Sonne, starke Winde, zu viel Regen, Frost – all das können die Kaffeesträucher oder –bäume nicht vertragen. Zum Schutz gegen schädigendes Wetter werden viele Bäume drumherum gepflanzt, u.a. Zitruspflanzen. Der Boden muss locker und gut durchlüftet sein.

Ideal ist also der Kaffeeanbau zwischen dem 23. Breitengrad nördlicher Breite und dem 25. Breitengrad südlicher Breite. Diese Zone wird „Kaffeegürtel“ genannt - hier geht´s zur Grafik