Der Nachwächter Heinerich in Springe am Deister

„Hört ihr Leut´ und lasst euch sagen, uns're Glock' hat acht geschlagen.“  Selbstverständlich sang ein Nachtwächter die Strophen seines Liedes. Das ist bei seinen modernen Nachfolgern kein Muss, aber Heinerich aus Springe singt es.

Heutzutage haben wir Rauchmelder in unseren Räumen und Feuerwehren, die blitzschnell zur Stelle sind. Der Job „Nachtwächter“ ist in der Moderne weggefallen. Aber in vielen Orten haben wir das Glück, ihre Nachfolger zu treffen. Wenn wir ihnen neugierig folgen, erfahren wir, wie das eigentlich war  in der Zeit der Holzhäuser mit den offenen Feuerstellen. Und der Nachtwächter belohnt uns auf dem Weg durch schummrige Gassen und über scheinbar alltägliche Plätze mit Geschichten, die keinen  von uns kalt lassen.

Das ist er: Nachtwächter Heinerich von Springe. Freundlich, humorvoll und mit großem Wissen ausgestattet.Immer wenn er die Lampe abstellt, bedeutet das: Achtung, aufgepasst, gleich erzähl´ ich eine Geschichte.Die Hellebarde ist nicht nur Waffe sondern auch Werkzeug bei Bränden.In der Innenstadt von Springe sind die Fachwerkhäuser noch gut erhalten.Das Haus hatte einen großen Anbau, die so genannte Utlucht neben dem Eingang.Ein Arzt hat seiner Frau diesen Brunnen geschenkt."Marienbrunnen" wird er genannt. Stand vor über 100 Jahren auf der Weltausstellung in Paris. Heinerich erzählt die ganze Geschichte.Ungewöhnlich: Eine hohe Treppe führt ins Gebäude.Das Ärztehaus. Wer reinkam, hatte den meisten Dreck von den Schuhen schon auf den Treppenstufen gelassen.Eine Marktfrau, von einem Künstler der Gegenwart gestaltet. Mehr dazu weiß selbstverständlich Heinerich.Lasst uns zur nächsten Station gehen.An ihm scheiden sich die Geister: Heinrich Goebel, 1818 in Springe geboren, in New York gestorben. Er soll 1854 die erste Glühfadenlampe erfunden haben.Das Glockenspiel ertönt zusätzlich beim Rundgang mit Heinerich.Vorher muss man aber kräftig Energie geben (eine humorvolle Einlage).Springer Wappen am Ratskeller.Im Juli wird es erst nach 22 Uhr langsam dunkel, die Leuchten am Giebel des Ratskellers strahlen.Schaut euch mal die Balken-Inschriften an.Hier hatte König Georg V. von England schon seine Hände dran.Heinerich leuchtet und erklärt die Details.Das Schloss gehört zur Tür der St.-Andreas-Kirche.Und drinnen ist es auch sehr schön.Der Alter in der St.-Andreas-Kirche.Eine Skulptur aus Mooreiche.Es ist inzwischen dunkel. Weiter geht´s durch die Altstadt von Springe.Das ist der ursprüngliche Name von Springe: Hallerspring. Einige Zeitgenossen wollten den Namen schon "wieder haben".Kurz vor Ende des Rundgangs: Heinerich führt die Gruppen an die Stelle, an der Springe einst gegründet wurde.Die Laterne ist wie immer leuchtend dabei.Heinerich - gibt es mittlerweile auch als Schlüsselanhänger.
Moonlight-Trauung im November
Immer im November finden in Springe Moonlight-Trauungen statt, bei denen Nachtwächter Heinerich dabei ist.  
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Elisabeth Schuhmann über Heinerich
Ein Rundgang mit Heinerich mach Spaß und ist sehr zu empfehlen, meint Elisabeth Schuhmann. 
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Erst drei Gänge - dann der Rundgang
Erst zum Italiener, dann mit dem Nachtwächter Heinerich durch die Innenstadt von Springe. Das ist doch mal eine Maßnahme. 
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Das Nachtwächterlied
In vielen Städten singen die Nachtwächter das Lied, das bereits ihre Vorgänger gesungen haben. Hier der Text. 
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