Barbiepuppen sind mein Leben

Bettina Dorfmann hat die größte Sammlung, die es auf der Welt gibt und steht damit im Guinness-Buch der Rekorde.

„Meine Barbiepuppen lagen 20 Jahre lang gut verpackt auf dem Dachboden meines Elternhauses. Als meine Tochter so weit war, wollte ich ihr die Puppen zum Spielen geben – aber sie hatte überhaupt kein Interesse. Ich dagegen fühlte mich in meine Kindheit versetzt und wollte meine Barbiepuppen wieder frisch machen, zumal ich die aus der Anfangszeit hatte. So fing die intensive Arbeit mit Barbiepuppen wieder an.

Bettina Dorfmann (55) aus Düsseldorf hat seit dieser Wiederentdeckung 15.000 Barbiepuppen gesammelt (gekauft, getauscht), repariert, bekleidet und für sie entsprechende Umgebungen gebastelt, z. B in der Kategorie „Berufswelt“ eine Artpraxis, Häuser, Computer, eine Wohn-, Sport-  und Traumwelt.

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Sie ist inzwischen Sachverständige für Barbiepuppen, hat zusammen mit Karin Schrey (Ratingen) und auch alleine Bücher dazu geschrieben. Mittlerweile hat sie den 4. Eintrag  im Guinness-Buch der Rekorde erreicht. Zum Thema Berufswelt hat Bettina Dorfmann aus ihrem Bestand zusammen mit Karin Schrey eine Ausstellung mit 400 Puppen konzipiert, die seit Jahren erfolgreich durch deutsche Museen wandert. Ebenfalls hat sie weitere Ausstellungen erarbeitet, die bereits auch schon zwei Jahre in China bewundert wurden.

„Modewelten der Barbie-Puppe. Zwischen Alltag und Glamour" ist der Titel der zweiten Ausstellung, die Bettina Dorfmann zusammen mit Karin Schrey kürzlich ins Leben gerufen hat. 700 Modelle, ob Pilotin oder in Motorradjacke, im pompösen Märchenkleid oder im Badeanzug; Die Mode-Welt der Barbiepuppen bietet sogar Dior und Versace.

Nach jeder Ausstellung muss erstmals einiges repariert werden. „Dabei hilft mir mein Mann, er ist zum Glück Hobby-Modellbauer und sehr geschickt. Auf unsere Tochter ist der Funke immer noch nicht übergesprungen. Sie zieht den Sport vor und ist eine sehr gute Tischtennisspielerin“

Ob in Paris oder in Ratingen – Bettina Dorfmann steht auf allen großen Barbiepuppen-Börsen als Beraterin zur Verfügung. „Da kommen dann auch viele Sammler mit ihren Puppen und wollen Tipps oder sie beauftragen mich mit der Reparatur. Die Börsen sind wegen der persönliche Begegnung wichtig, denn niemand schickt seine wertvolle Barbiepuppe gerne mit der Post durch die Welt“.

Mit den eigenen Puppen aus der Kindheit fing es an, jetzt lebt sie davon. Und was ist, wenn es mal nicht mehr geht, aus welchen Gründen auch immer? „Wir Sammler haben für solche Fälle vorgesorgt und auch in Kooperation mit großen Auktionshäusern alles gut geregelt“.

Barbiepuppen-Expertin Bettina DorfmannBarbiepuppen im Weißen Haus, hergestellt im Jahr 2.000Ob Astronautin oder Pilotin, es hat sich seit den ersten Barbiepuppen viel getan.Barbie als StewardessBlick in eine Barbiepuppen-Modenschau.Arbeitet mit Bettina Dorfmann zusammen: Karin Schrey.