Egal wie alt - zurück in die Kindheit

Ein Besuch im Spielmuseum in Soltau ist wie eine Reise zurück in die eigene Kindheit oder Jugend. Für die Kleinen ist es das größte und interessanteste Spielzimmer, das sie je gesehen haben.

Wer von uns hat nicht mit Kuscheltieren oder Puppen gespielt? Oder mit Autos, Eisenbahn, Dampfmaschine, Puppenstuben, Kaufmannsläden und Kasperle-Theater?

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Spielmuseum Soltau: Geschichte des Museums kurz gefasst

2015 – diverse Umbauten  und Erweiterung abgeschlossen. Das Spielmuseum hat zwei Standorte. Trägerin des Spielmuseums ist die  Stiftung Spiel (Soltau). Die Stiftung Spiel hat in diesem Jahr auch ein neues Projekt auf den Weg gebracht: Die „Filzwelt Soltau“ = „felto“.

Folgende Neu- und Umbauten am Spielmuseum sind abgeschlossen:

  • „Das fliegende Klassenzimmer“ – ein ungewöhnlicher Anbau am Hauptgebäude in der Poststr. 7
  • Neugestaltung des Erdgeschosses in der Poststr. 7

2014

  • Das Spielmuseum wird erneut mit dem Museums-Gütesiegel ausgezeichnet.

2009

  • 25jähriges Jubiläum


2007

  • Erfolgreiche Teilnahme an der Pilotphase der Museumsregistrierung für Niedersachsen und Bremen. Das Museum erfüllt die internationalen Qualitätsstandards für Museen; Gründung des Museumsvereins Spiel e. V.


2005

  • Gründung der gemeinnützigen „Stiftung Spiel: Historisches Spielzeug – Innovative Spielräume“, Familie Ernst schenkt ihre komplette Sammlung der neuen Trägerin des Museums; Kooperationsvertrag zwischen Stadt und Stiftung für 20 Jahre.


1995 -1999

  • Erweiterung des Museums auf drei Etagen und damit Vergrößerung der Ausstellungsfläche von 200 qm auf 600 qm; Umbenennung in „Norddeutsches Spielzeugmuseum“


1988

  • Umzug in das Erdgeschoss des denkmalgeschützten Gebäudes Poststraße 7, die oberen Stockwerke werden von Musikschule und Kreissportbund genutzt


1984

  • Gründung des „Puppen- und Spielzeugmuseums am Rathaus“, öffentliche Ausstellung im Erdgeschoss der alten Bürgermeistervilla in der Rosenstraße; Beginn der Zusammenarbeit mit der Stadt Soltau

1978

  • Familie Ernst zeigt ihre Spielzeugsammlung in drei Räumen ihres Privathauses.


Wie alles begann

  • Vor ungefähr 40 Jahren erwarb Hannelore Ernst (Soltau) bei einer Haushaltsauflösung ihre erste Porzellankopfpuppe und legte damit den Grundstein für die heutige Sammlung. Mehrere Puppen kamen dazu, dann andere Spielzeuge: Kaufläden, Teddybären, Holztiere, Baukästen und vieles mehr. Heute verfügt die Sammlung über Objekte aus vier Jahrhunderten und zählt zu den weltweit führenden ihrer Art.


Konzept

  • Das Spielmuseum verfolgt das Ziel, sich in ein europäisches Spiel- und Geschichtenhaus zu verwandeln. Neben der Präsentation von historischem Spielzeug möchte es Erinnerungen wecken und Geschichten erzählen. Es will zum Mitmachen anregen und die Generationen spielerisch ins Gespräch bringen. So wird unter Leitung von Mathias Ernst, dem Sohn der Gründerin, und seiner Frau Antje nicht nur die Sammlung ständig erweitert, sondern es halten auch immer mehr Spielmöglichkeiten Einzug ins Museum. Der Betrieb des Museums an 365 Tagen im Jahr wird von circa 30 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern gewährleistet. Durch zahlreiche Kooperationen, Veranstaltungen und durch Außenstationen (beispielsweise im „Haus Zuflucht“) eröffnet das Museum aber auch über seine Mauern hinaus Spielräume.


Besonderheiten

  • Das Museum besitzt einige einzigartige Schauszenen der Firma Steiff, die für Messen und spektakuläre Schaufenstergestaltungen gefertigt wurden. So gibt es zum Beispiel ein Schulzimmer, ein zwölfköpfiges Orchester und eine drei Meter lange Kutsche mit Filzpferden und Passagieren zu entdecken. Das alles ist jetzt in der Filzwelt Soltau „felto“ zu sehen.

  • Dingley Hall ist das wohl bedeutendste viktorianische Puppenhaus. 1875 begannen zwei englische Bankierssöhne, die Fächer von Bücherregalen mit Miniaturen zu füllen. Über Jahre entstand ein herrschaftliches Anwesen mit eindrucksvoller Fassade, fünfzehn prächtigen Räumen und mehr als 1.100 Einrichtungsgegenständen.

Quelle für den Text: Spielmuseum, Fotos: Horst Wundschuh (Soltau)

Adresse
Spielmuseum Soltau und Stiftung Spiel
Poststraße 9
29614 Soltau
Fon: 05191-8 21 82                           www.spielmuseum-soltau.de

Besucher können verschiedene Masken ausprobierenEine Puppe - aber viele GesichterEin Baukastenauto aus dem Jahr 1915 (USA)Blick in eine der AutoparadenEine Miniatur-Conditorei aus dem Jahr 1820Schulbank und Uniform aus vergangener ZeitDas Herrenzimmer in der größten Puppenstube, der Dingley HallDer Guckkasten macht neugierigDas Steiff-Dorforchester aus dem Jahr 1912 ist jetzt  im "felto", in der "Filzwelt Soltau", nicht weit weg vom SpielmuseumEin Miniatur-Verkaufsstand aus 1790Dorfschule mit Steiff-Figuren, 1912 hergestellt, auch im "felto", in der "Filzwelt Soltau"Artisten im Spielmuseum-Gebäude gegenüber = Poststr. 15Das ist schon ein ziemlich großer Puppen-ZirkusHell, bunt und Platz zum Spielen - so sehen die Räume im neuen Teil des Spielmuseums aus (Poststr. 15)Der Humpty Dumpty Zirkus. Humpty Dumpty ist eine Figur aus einem englischen KinderreimAntje und Mathias Ernst (Mitte) bei der Verleihung des Museumsgütesiegels-bereits zum zweiten Mal.Treppe des neuen Anbaus und der alten Fassade werden von der Unterseite des "fliegenden Klassenzimmers" gespiegelt.