Der Ameisen- und Bienentag im Walderlebnis Ehrhorn

„Warum kann man  so nah an die Bienen rankommen?“  fragen einige Besucher. Ihre Skepsis deutet darauf hin, dass sie schlechte Erfahrungen gemacht haben oder von Imkern in Schutzkleidung um Abstand gebeten wurden.

„Weil das ein friedliches Volk ist – das Ergebnis einer mühevollen Züchtung“, sagt Dr. Friedrich Terjung, von Beruf Tierarzt, aus Leidenschaft und „zur Entspannung“ Imker und Bienenzüchter.  Er hat sich Zeit genommen am „Ameisen- und Bienentag“ im Walderlebnis Ehrhorn, und zeigt den Besuchern, wie die klebrige, wohl riechende Masse aus dem Bienenstock in die Schleuder und schließlich als flüssiger Honig ins Glas kommt.

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„Honig ist für uns und die Bienen zwar ein Lebensmittel, aber viel wichtiger ist die Biene für das Überleben unserer Pflanzen und Bäume“, denn wenn sie zur Arbeit summt und Nektar sammelt, bestäubt sie nebenbei mit den Pollen, die sie aus den Blüten mitnimmt, die Pflanzen.
Terjung ist im Frühjahr 2015 vom Landesverband Hannoverscher Imker ausgezeichnet worden. Das ist schon Champions League, denn seine Königin soll ihre guten Gene weitergeben und ist in ein europäisches Zuchtprogramm aufgenommen worden.

Nicht weit vom Bienenstock steht „Ameisen Jörg“ Beck, mittlerweile  auch reisender  Experte mit der „rollenden Ameisenschule“.  An seiner Seite ist der Schüler Arne Hildebrandt, dem schon seit einigen Jahren in Sachen Ameisen nichts entgeht.

„Also, der könnte ein guter Nachfolger werden, wenn ich das nicht mehr kann, sagt Ameisen-Jörg mit einem Augenzwinkern, „Im Ernst, der hat schon so viel drauf, das ist echt der Hammer“.  Was macht Besucher neugierig? Einmal das „Gehege“ für Ameisen – und die verblüffenden Antworten auf ein paar Fragen.
Wer weiß denn schon – außer Ameisen-Jörg, Arne Hildebrandt, Heide-Schnucke Uschi Timm und der Mannschaft vom Walderlebnis Ehrhorn zum Beispiel,

  • dass es weltweit über 12.000 Ameisenarten gibt?
  • alle auf der Welt lebenden Ameisen mehr wiegen als alle Menschen auf der Welt?
  • in Deutschland ca. 120 Ameisenarten vorkommen?
  • in einem großen Waldameisennest mehr als eine Million Arbeiterinnen leben können?
  • manche Waldameisenvölker nur eine Königin haben, andere jedoch mehrere 100 Königinnen
  • ein Specht bis zu 3.000 Waldameisen pro Tag vertilgen kann?
  • ein großes Waldameisenvolk an einem einzigen Tag bis zu 100.000 Beutetiere in sein Nest schaffen kann?
  • Waldameisen seit über 200 Jahren unter Naturschutz stehen?

Knut Sierk und sein Team haben mit den Experten wieder mal die Qualität des Walderlebnis Ehrhorn gezeigt. Es begann als EXPO-Projekt vor 15 Jahren, hat sich im Laufe der Jahre dank der Kreativität und des Engagements zu einem attraktiven Natur-Lernort entwickelt. Einer von vielen, die die Niedersächsischen Landesforsten anbieten.

Das ist der Chef vom Walderlebnis Ehrhorn: Knut SierkAmeisen-Jörg - man kennt ihn in der Heide und auch anderswo.Dr. Friedrich Terjung, Tierarzt und Imker aus LeidenschaftDie Bienenkönigin in der HandDa ist sie, mit einer Kennung auf dem RückenRonald Badstübner, Waldpädagoge, ist oft mit Gruppen unterwegsDr. Dieter Wölfer, rechte Hand von Knut SierkFeuerstelle im Walderlebnis EhrhornHonigwaben vor dem SchleudernHonig aus der HeideWaben nach dem SchleudernAmeisenhügel wie wir ihn gewöhnlich nicht sehenPomologe aus dem Alten Land: Eckart Brand