Der Tulpenbaum - eine majestätische Lichtgestalt im Weltwald Harz

Licht mag er über alles, nassen Schnee und Eis dagegen überhaupt nicht: der Tulpenbaum (Liriodendron tulipifera), einer der schönsten und höchsten Laubbäume in Nordamerika. Dort blüht er in einer idealen Umgebung, die ihn bis zu 60 Meter hoch und sogar 300 Jahre alt werden lässt. In der so genannten Kreidezeit (vor 145 bis 60 Millionen Jahren), waren die Tulpenbäume in zahlreichen Arten auch im Gebiet des heutigen Europas vertreten.

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Revierförster Dietmar Mann kommt geradezu ins Schwärmen, wenn er mit Gästen im WeltWald Harz zum Hang kommt, an dem ein ganzer Wald mit Tulpenbäumen wächst. Blütezeit ist von April bis Juni, man kann sich also sechs Wochen über die schöne Blüte in Tulpenform freuen. Auch die Bienen schätzen die Blüten: Tulpenbäume liefern gut 2 Kilogramm Honig, bis sie 20 Jahre alt sind.

Das Laub ist auch noch gegen Ende November gold-braun, und wenn man aufmerksam hinguckt, sieht man dort, wo kaum Licht hinkommt, auch keine Äste. Anders gesagt: Wo kein Licht, da kahler Stamm. Erstaunlich ist, dass der Tulpenbaum sich selbst von abgestorbenen Ästen reinigt und nicht einmal Stummel hinterlässt. Kommt daher der Begriff „astrein“? Sein leichtes Holz wird im Bauwesen und zur Möbelherstellung genutzt.

Wer den Tulpenbaum im Weltwald Harz genauer betrachten möchte, nehme bitte die Eingänge 1 und 3 und gehe dann zum „Ostamerikaweg“. Eine detaillierte Übersichtskarte an auf den Parkplätzen, direkt an den Eingängen, zeigt den Weg zu ihm.

Übrigens ist der WeltWald nur eine von sieben Walderlebniseinrichtungen der Niedersächsischen Landesforsten: http://www.landesforsten.de/unsere-naturtalente/

„Auch noch im November ein kräftiges Blatt“, sagt Revierförster Dietmar MannEin wahrhaft schöner Anblick: die Blüte des TulpenbaumsWenn viele Bäume ihr Laub schon fallen gelassen haben, ist der Tulpenbaum noch voll bekleidet.Ein Tulpenbaum im November: bunter Lichtblick im nebligen Grau des WeltwaldesÜbersichtstafeln an den Eingängen zum WeltWald Harz erleichtern die Suche nach bestimmten Bäumen.Am Ostamerikaweg ist ein Wald aus TulpenbäumenEin Frühstücksbrett aus dem Holz des Tulpenbaums. Sieht nicht nur schön aus, fühlt sich auch gut an.